Chronik

Gründungsjahr: 1909

Im Jahre 1909 machten es sich einige Schmallenberger Bürger zur Aufgabe, den Wintersport auch im oberen Sauerland zu verbreiten und gründeten den Skiclub Schmallenberg. Bedingt durch den Nationalsozialismus musste der Skiclub allerdings im Jahre 1939 zwangsaufgelöst werden, wurde dann aber im Jahre 1949 nach dem 2. Weltkrieg neugegründet.

Skispringen im Skiclub Schmallenberg

Im Jahre 1920/21 fand im "Hühnegräben" am Aberg der erste offizielle Sprunglauf in Schmallenberg statt. Leider fiel diese Sprungschanze einige Jahre später Anpflanzungen zum Opfer und wurde erst nach dem 2. Weltkrieg durch eine Anlage am Aberg ersetzt. Doch der Rekord dieser viel zu flachen Schanze lag immerhin schon bei 28 Metern. Doch auch die nach dem 2. Weltkrieg erbaute Schanze am Aberg musste wenig später Ansiedlungen weichen. So dauerte bis zum Jahre 1960 bis unterhalb der Jugendherberge eine Naturjugendsprungschanze errichtet wurde, welche am 27. November 1965 eingeweiht wurde. Nach fachkundiger Planung entstand diese Anlage für Gesamtkosten von ca. 28.000,-- DM. Neben städtischen Beihilfen und Spenden trug auch die tatkräftige Mitarbeit vieler Clubmitglieder zum neuen Bauwerk bei. Die St.-Valentin-Sprungschanze wurde zwei Jahre nach ihrer Fertigstellung mit einem Eröffnungsspringen am 6. Januar 1968 ihrer offiziellen Bestimmung übergeben. Bei 37 Teilnehmern, auch 5 Teilnehmer des Skiclubs, entstand ein hochklassiger Wettbewerb und es wurde ein Schanzenrekord von 38 Metern erzielt. Allerdings fiel das Interesse am Skispringen in Schmallenberg in den Folgejahren der Entwicklung des alpinen Skisports und der Errichtung des Schmallenberger Höhenlifts zum Opfer. Jedoch wurden vorher noch einige hochkarätige Wettbewerbe veranstaltet.

Schmallenberger Höhenlift

Nach den vergeblichen Versuchen in den Jahren 1953 und 1960 um die Erschließung eines Skigeländes gab der Stadtrat pünktlich zur 60-Jahr-Feier im Jahre 1969 ein Gelände oberhalb der Jugendherberge an der Höhe frei. Zuvor bestanden Skihänge am Hühnengräben, Aberg, Köpfchen, Ernest Loche und Lenninghof. Das Skigelände an der "Schmallenberger Höhe" sollte an der Talstation mit einem Aufenthaltsraum mit Küche und Toilette ausgestattet werden und wurde mit 300.000,-- DM veranschlagt. Aufgrund der fehlenden finanziellen Mittel des Skiclubs gründete man im Jahre 1971 eine Skiliftgesellschaft. Diese war in der Lage, aufgrund der hohen Beteiligung der Schmallenberger Bürger und Firmen innerhalb kürzester Zeit das notwendige Startkapital zur Verfügung zu stellen. So entstand auch unter tatkräftiger Unterstützung des Skiclub Schmallenberg und seiner Mitglieder eines der schönsten Skigelände des Hochsauerlandes.

Schmallenberger Ski-Schule

Mit der Eröffnung des Schmallenberger Höhenliftes wurde gleichzeitig auch eine neue Ski-Schule eröffnet. Maßgeblichen Anteil daran hatten Alfons Knoche und Bernhard Zimmermann, die bereits seit 1963 als DSV-Skilehrer u.a. am Skilift Schanze den Nachwuchstalenten die ersten Schwünge beibrachten. Die Leitung der Skischule wurde 1986 in die Hände von Willi Jungblut übergeben, unter dessen Regie ein Übungsgelände inklusive Tellerlift und Skischulbüro neben dem Höhenlift entstand. Bis zu seinem viel zu frühen Tod Anfang 1999 führte er die Ski-Schule mit sehr viel persönlichem Einsatz und Engagement und machte sie auch über die Grenzen des Schmallenberger Sauerlandes bekannt. Nach dem Tod von Willi Jungblut übernahm sein Sohn Hermann die Leitung der Skischule. Seit einigen Jahren betreibt der SC Schmallenberg eigenständig die Skischule.

Die Karnevalsfeier des Skiclubs - ein Fest mit langer Tradition

Im Jahre 1961 versuchte der Ski Club die Karnevalsmüdigkeit im Ort durch "Karneval auf Skiern" wieder etwas zu beleben. Kurze Zeit später schloss man sich dann mit dem SGV Schmallenberg zusammen und feierte Karneval im Hotel Störmann. Die "Dönekes" und Gedichte von Heimatdichterin Hedwig Jungblut-Bergenthal und Lehrer Otto Hanses waren es, die das Publikum zum Lachen brachten. In den letzten Jahren haben die Karnevalsfeiern sowohl in der Oberstadthütte als auch in der Handweiserhütte statt gefunden. Aufgrund mangelnder Nachfrage wurde die Karnevalsfeier nicht mehr durch den Skiclub durchgeführt.

Nichtalpine Veranstaltungen

Wegen den schneeärmeren Wintern in den letzten Jahren, organisierte der Skiclub auch nichtalpine Veranstaltungen für seine Mitglieder. So kam es, dass man sich im Frühjahr als auch im Herbst zu Wanderungen zusammenfand, welche häufig in geselliger Runde endeten und mittlerweile bereits Tradition geworden sind. Auch die wöchentlichen Fahrradtouren im Sommer unter fachkundiger Leitung von Thilo Pieper sind genauso aus dem Programm nicht mehr wegzudenken. Der Bereich Nordic-Walking erfreut sich seit einigen Jahren immer größerer Beliebtheit. Unter der Leitung von Margret Keite und Margit Naujoks finden regelmäßige Lauftreffs statt.

Die jährlichen Fahrten ins Kaunertal

Feste Tradition ist es geworden, dass Skifreizeiten ins Kaunertal durchgeführt werden. Im Jahre 1989 startete der Skiclub erstmals mit einer Fahrt auf den kaunertaler Gletscher. Zunächst wurden die Fahrten in den Osterferien durchgeführt. Seit einigen Jahren fahren die Familien des Skiclubs bereits in den Herbstferien in die Sportpension Raich, zum "Peppi" ins Kaunertal, um sich schon einmal auf die Wintersaison vorzubereiten.

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